Die 5 größten Mythen und Irrtümer über Barfußschuhe

So unterschiedlich Menschen sind, so verschieden sind die Bilder, die jeder Einzelne von Barfußschuhen vor Augen hat. Häufig genug sind darunter auch Vorstellungen, die Barfußschuhen nicht wirklich gerecht werden. Es ist an der Zeit, mit bestimmten Mythen und Irrtümern aufzuräumen 😊

Tipp: Wenn ihr noch mehr Mythen über Barfußschuhe kennt, dann schreibt sie mir sehr gerne in die Kommentare!

Irrtum 1: Barfußschuhe heißen Barfußschuhe, weil man sie ohne Socken trägt

Vor einiger Zeit kam ich mit einigen Leuten auf einer Feier ins Gespräch und ich erzählte ihnen über unseren Ratgeber-Blog barfuss-schuhe.net. Plötzlich sagte eine Frau, die ich an dem Abend erst kennengelernt hatte: „Also Barfußschuhe sind nix für mich. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, ohne Socken in Schuhen herumzulaufen. Ich ziehe außer bei Sandalen immer Socken an, ich finde das sonst unangenehm.“

Ich erinnere mich, dass ich im ersten Moment irritiert war; ich wusste zunächst gar nicht, was die Frau meinte. Bis mir klar wurde, dass sie dachte, Barfußschuhe würden Barfußschuhe heißen, weil man sie ohne Socken tragen würde.

Natürlich ist das falsch. Der Wortteil „barfuß“ soll „nur“ ausdrücken, dass man in diesen speziellen Schuhen fast so gehen, hüpfen, springen und laufen kann, als sei man barfuß unterwegs.

Irrtum 2: Barfußschuhe sind Warmwetter-Schuhe

Wann geht man barfuß? In der Regel nur dann, wenn es warm ist. Es ist also mehr als verständlich, dass der Wortteil „barfuß“ im Wort Barfußschuhe bei vielen Menschen, die noch nie etwas mit Minimalschuhen zu tun hatten, an Warmwetter-Schuhe denken lässt.

Fakt ist: Genauso wie es Barfußschuhe für den Sommer gibt, gibt es heutzutage Barfußschuhe, die innen gefüttert sind und auch bei frostigen Temperaturen die Füße warmhalten. Wenn du skeptisch bist, dann schau doch mal hier vorbei: Warme Barfußschuhe für Herbst und Winter: Unsere Besten.

Irrtum 3: Barfußschuhe sind vorn so breit

Das ist die häufigste Aussage oder auch Sorge, die vorwiegend von Frauen geäußert wird. Und es stimmt ja teils auch. Die meisten Barfußschuhe sind vorn breit geschnitten, damit die Zehen genügend Freiraum haben und nicht wie bei klassischen Schuhen zu eng zusammengedrückt werden. Das mit dem Zusammendrücken ist für die Füße auf Dauer nämlich nicht so gut. Fußfehlstellungen und andere orthopädische Probleme können die Folge sein.

Vielen gefällt das nicht so, sie stehen einfach mehr auf Schuhe, die ihre Füße schmal und dadurch eleganter erscheinen lassen.

Es gibt auch Barfußschuhe, die vorn gar nicht oder nicht ganz so breit sind

Was die Meisten nicht wissen: Jeder Hersteller legt auf das Thema Zehenfreiheit nicht gleich viel wert. Es gibt also Hersteller, bei denen bekommt man Barfußschuhe, die vorn nicht ganz so breit sind und optisch kaum auffallen.

Mein erster Tipp: Schau bei Groundies*. Dort gibt es Barfußschuhe mit einer „anatomischen Zehenbox“, die also vorn breit sind. Und es gibt Barfußschuhe mit einer „regulären Zehenbox“, die optisch im Zehenbereich wie normale Schuhe aussehen.

Auch der Hersteller Leguano* hat einige Modelle im Programm, die nicht so breitfüßig aussehen, etwa der Leguano Beat*.

Irrtum 4: Barfußschuhe, das sind doch diese Hobbitschuhe

Falls dir der Begriff Hobbitschuhe noch nicht begegnet, ist: Als Hobbitschuhe werden etwas abfällig Zehenschuhe von Vibram beschrieben, bei denen jeder einzelne Zeh in eine eigene Box gesteckt wird. Tatsächlich erinnert der Anblick ein wenig an die breiten Füße der Hobbits aus den Tolkien-Sagen.

Falsch an dieser Vorstellung ist, dass Barfußschuhe gleich Zehenschuhe sind. Richtig ist zwar, dass Zehenschuhe auch Barfußschuhe sind. Denn Zehenschuhe haben die gleichen Eigenschaften wie Barfußschuhe: Die Sohle ist sehr dünn, die Schuhe sind sehr flexibel und kommen ohne Sprengung und Absatz aus. Aber die allermeisten Barfußschuhe haben keine eigenen Boxen für die Zehen und lassen sich auf den ersten Blick mittlerweile kaum von anderen Schuhen unterscheiden.

Irrtum 5: Barfußschuhe gibt es nur für Läufer

Richtig ist: Die ersten Barfußschuhe, die es auf dem Markt zu kaufen gab, waren vorwiegend für Läufer gedacht. Das war zu der Zeit, als die Natural Running Bewegung sich gründete und immer mehr Läuferinnen und Läufer wegwollten von übertriebenen Dämpfungsschuhen mit viel Hightech drumherum.

Doch heute stimmt dieses Bild nicht mehr. Wie bei normalen Schuhen ist die Palette an Barfußschuh-Modellen sehr breit. Vegan oder aus Leder, flach oder im Stiefel-Look, ob als Sneaker oder als schicker Business-Schuh, für Alltag oder zum Wandern: Barfußschuhe gibt es heutzutage aus allen möglichen Materialien und für alle möglichen Gelegenheiten.

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