Weshalb du es mit Barfußschuhen langsam angehen solltest

Falls du dir Barfußschuhe kaufen möchtest, ist das eine gute Sache. Davon sind wir aufgrund unserer Recherchen zur Studienlage und unseren eigenen Erfahrungen überzeugt!

Ich habe zum Beispiel meine Plattfüße und meine Knieprobleme mithilfe von Barfußschuhen erfolgreich hinter mir gelassen. Und der Fersensporn meiner geliebten Frau gibt auch schon lange Ruhe, seitdem sie Minimalschuhe trägt.

Bei allen Vorteilen, die Barfußschuhe mit sich bringen, raten wir dir aber auch: Achte bitte unbedingt darauf, es gerade am Anfang langsam anzugehen mit Barfußschuhen! Unsere Erfahrung ist: je langsamer, umso besser!

In vielen Barfußschuhen gehst du fast wie barfuß. Die Sohlen sind einfach viel dünner und geben dir viel mehr Feedback. Die Fuß- und Beinmuskeln müssen in Barfußschuhen mehr arbeiten, als in den meisten herkömmlichen Schuhen. Das ist am Anfang anstrengend! Der Körper – also deine Sehnen, Bänder, Knochen, Gelenke und Muskeln – ist solche Belastungen nicht mehr gewohnt.

Unser Tipp zum Einstieg

Ziehe in den ersten Tagen deine neuen Barfußschuhe erstmal nur stundenweise an. Beobachte dabei: Wie reagiert mein Körper? Habe ich Schmerzen oder Muskelkater?

  • Ja? Dann brauchst du dir grundsätzlich keine Sorgen zu machen. Das kann am Anfang völlig normal sein. Trotzdem lohnt eine Pause, bis deine Körperstrukturen sich wieder erholt haben. Das kann man mit dem ersten Besuch im Fitnesstudio nach langer Trainingspause vergleichen: Danach hat man auch erstmal etwas Muskelkater und sollte sich etwas erholen, bevor man die nächste Trainingseinheit angeht.
  • Nein? Sobald du gar nichts oder nur wenig von der Mehrbelastung durch deine Barfußschuhe merkst, kannst du das Pensum etwas steigern – also zum Beispiel die Schuhe auch mal bei einem längeren Spaziergang tragen.

Der komplette Umstieg auf Barfußschuhe dauert unserer Erfahrung nach mindestens drei Monate, eher länger! Wenn du mit Barfußschuhe auch Sport treiben willst, dann solltest du dich sogar auf mindestens ein halbes Jahr Umstellungszeit einstellen. Darauf weisen Studienergebnisse hin.

Übrigens: Du musst auch nicht unbedingt komplett auf Barfußschuhe umsteigen! Ab und an Barfußschuhe tragen ist ein gutes Fußtraining!

Weitere Tipps für die Gewöhnungsphase

Erleichtere dir den Einstieg mit einer zusätzlichen Einlegesohle
Du kannst die Belastung in deinen neuen Barfußschuhen mit einer zusätzlichen Einlegesohle dosieren (die meisten Barfußschuhe haben so oder so eine Einlegesohle). Die dämpfen das Gehen ein klein wenig ab, ohne den Füßen zu viel Arbeit abzunehmen. Wir machen das manchmal heute noch, zum Beispiel bei längeren Wanderungen über schwieriges Gelände.

Nimm Barfußschuhe mit einer etwas dickeren Sohle
Für den Einstieg kannst du dir auch Barfußschuhe besorgen, deren Sohlen nicht ganz so dünn sind. Es muss also nicht gleich ein 3 mm Sohle sein. Viele Anbieter haben Barfußschuhe mit einer Sohlenstärke von 6 bis 10 mm im Programm. Damit bist du auch fast wie barfuß und gesund unterwegs.

Unterstütze den Umstieg mit Übungen für Füß- und Beinmuskeln
Es gibt viele tolle Übungen, mit denen du deine Zehen-, Fuß- und Beinmuskeln aufbauen kannst. Damit stärkst du deine Füße zusätzlich und unterstützt den Umstiege auf Barfußschuhe effektiv. Übungs-Tipps findest du zum Beispiel in diesem Artikel: Laufen mit Barfußschuhen – Tipps für Einsteiger. Außerdem können wir dir noch dieses Buch empfehlen: Barfuß gehen – starke Füße für ein gesundes Gehen von Katy Bowman. Hier findest du auch ein richtig wertvolle Übungen für den Umstieg auf Barfußschuhe.

Gehe bei Schmerzen zum Arzt
Falls du starke orthopädische Probleme oder Fußfehlstellungen hast, empfehlen wir dir, vorher mit einem Arzt oder Physiotherapeuten zu sprechen. Die können dann checken, in welchem Umfang es für dich Sinn macht, mit Barfußschuhen einzusteigen. Aber auch wenn du während der Gewöhnungszeit dauerhaft Schmerzen bekommst, macht eine Visite beim Arzt auf jeden Fall Sinn, um die Ursache abzuklären.

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