Hallux rigidus

Der Hallux rigidus tritt bei Läufern relativ häufig auf. Es handelt sich dabei um eine Bewegungseinschränkung der Großzehe, die bis zur Versteifung führen kann. Sie entsteht meist über einen langen Zeitraum und wird vor allem durch Abnutzung und Mikro-Verletzungen ausgelöst.

Vorbeugung: Der Hallux rigidus ist (fast) Schicksal

Sie können als Läufer relativ wenig tun, um einem Hallux rigidus vorzubeugen. Hilfreich ist in jedem Fall eine Analyse Ihres Laufstils. So können Fehlbelastungen identifiziert werden. Teilweise lassen sich diese durch entsprechende Laufschuhe ausgleichen. Eventuell kann es sogar Sinn machen, ein Seminar zu besuchen, in dem Ihnen Experten eine bessere Technik für Ihre Bewegungsabläufe zeigen und so den Verschleiß verringern.

Symptome: Der Hallux rigidus verursacht Schmerzen

Die auffälligsten Symptome des Hallux rigidus sind Schmerzen beim Laufen und Druckempfindlichkeit im Ruhezustand, beides an der großen Zehe. Es kann sogar zu Schwellungen kommen. Außerdem lässt sich der betroffene Zeh immer weniger bewegen – manche Patienten wundern sich, weil in ihren Schuhen mehr Platz zu sein scheint. Das liegt daran, dass die Großzehe steifer wird und enger anliegt.

Bei passionierten Läufern kann der Hallux rigidus weitere Probleme nach sich ziehen: Um dem Schmerz auszuweichen, rollen sie stärker über die Außenkante des Fußes ab, was zum Beispiel zu Beschwerden im Bereich der Knie oder Hüftgelenke führen kann.

Therapie: Heilen kann man den Hallux rigidus nicht

Hinweise auf den Hallux rigidus bekommt ein Orthopäde schon durch das Beschwerdebild. Röntgenaufnahmen können den Verschleiß schließlich eindeutig nachweisen. Die Behandlung richtet sich danach, wie weit die Versteifung bereits fortgeschritten ist. Vielen Läufern helfen spezielle Einlagen, durch die eine andere Verteilung der Belastung erfolgt.

In Freizeitschuhen kann zudem eine sogenannte Abrollhilfe zum Einsatz kommen, die für das Laufen jedoch nicht geeignet ist. Akute Entzündungen behandelt der Arzt zusätzlich durch entsprechende Medikamente (Antiphlogistika). All das lindert jedoch im besten Fall nur die Beschwerden, es heilt den Hallux rigidus nicht. Falls diese Maßnahmen nicht ausreichen sollten, ist das letzte Mittel eine Operation. Dabei wird der Knorpel geglättet und das Gelenk der Großzehe versteift.

Der Hallux rigidus bringt kein Sportverbot mit sich

Wenn bei Ihnen Symptome eines Hallux rigidus auftreten, sollten Sie zunächst überprüfen, ob Sie ihren Fuß korrekt belasten und die richtigen Schuhe tragen, bevor Sie Ihr Training fortsetzen. Denn da es sich bei dem Hallux rigidus um eine Abnutzungserscheinung handelt, muss eine falsche Belastung künftig unbedingt vermieden werden. Gegebenenfalls lassen Sie sich nach Rücksprache mit Ihrem Orthopäden Einlagen anpassen.

Falls Sie unter einer akuten Entzündung leiden, sollten Sie den Streckenumfang deutlich reduzieren oder, abhängig von der Stärke der Beschwerden, mit dem Laufen aussetzen, bis die Schmerzen abgeklungen sind. Selbst nach einer OP können Sie jedoch schnell wieder Ihre Runden drehen. Sie müssen nur warten, bis die OP-Wunden abgeheilt sind und dann langsam wieder ins Training einsteigen.

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