Zehenschuhe: Barfuß-Schuhe in Fußform


Wahrscheinlich haben Sie Zehenschuhe noch nie bewusst im Alltag wahrgenommen. Denn bis heute beschränkt sich ihre Verbreitung vor allem auf eine kleine, überzeugte Gruppe, die genau wissen, wofür sie diese Schuhe in Fußform einsetzen wollen.

Zehenschuhe ähneln auf den ersten Blick einem Fingerhandschuh, mit dem einzigen Unterschied, dass dieser spezielle „Handschuh“ für die Füße gedacht und für das Gehen, Laufen und Rennen konzipiert ist.

Grundsätzlich ordnen Sportwissenschaftler Zehenschuhe der Kategorie Barfußschuhe zu. Bei Barfußschuhen handelt es sich per se schon um eine außergewöhnliche Laufschuh-Kategorie: Stark verkürzt dargestellt sollen Barfußschuhe die natürliche Laufbewegung, das Barfußlaufen, wieder weitestgehend zulassen.

Deswegen haben die Entwickler unterschiedlicher Barfußschuh-Hersteller alles weggelassen oder reduziert, was nicht unbedingt notwendig ist. Dämpfungs-, Stütz- und Kontrollelemente, wie sie in klassischen Laufschuhen üblich sind, sind kaum noch oder nicht mehr enthalten. Eine flexible, wenig dämpfende Sohle ersetzt die übliche, starre Sohle, die im Fersenbereich erhöht ist.

Mit Zehenschuhen Barfußlaufen trotz Schuhen

Zehenschuhe geben den Füßen ein Maximum an Freiheit und bewirken zugleich eine Rückbesinnung auf die natürliche Laufbewegung, das Barfußlaufen. Einzig der Schutz vor Verletzungen durch den Untergrund sowie niedrige Temperaturen unterscheiden dabei das Laufgefühl des „richtigen“ Barfußläufers vom Barfußläufer, der mit Zehenschuhen unterwegs ist.

Zehenschuhe gelten dabei zu Recht als die Minimalisten unter den Barfußschuhen. Sie verzichten fast vollständig auf die folgenden Bauteile:

  • Dämpfende Elemente
  • Stützen im Fersen- und Innenfußbereich
  • Kontrollierenden Elemente wie Führungsleisten
  • Die Höhendifferenz zwischen Ferse und Vorfuß

Was bleibt ist funktionelles Obermaterial und eine flexible Sohle, die nahezu ohne Dämpfung auskommt. Und natürlich die so genannten Zehenboxen, die das Bild aber auch die Funktion der Zehenschuhe prägen: Jeder Zeh wird – vergleichbar den Fingern eines Handschuhs – in eine eigene Box gesteckt.

Die Gesamtkonstruktion der Zehenschuhe bedeutet neue, zusätzliche Herausforderungen, insbesondere für Gelenke, Muskeln und Sehnen in den Füßen.

Zehenschuhe aktivieren Fuß und Zehen

Während klassische Laufschuhe dem Fuß kaum oder keinen Spielraum mehr zum Eingreifen geben, bedeutet das Gehen und Laufen mit Zehenschuhen genau das Gegenteil, nämlich die aktive Mitarbeit der Füße und speziell der Zehen.

Beide sind komplex aufgebaut: So besteht der Fuß aus insgesamt 19 verschiedenen Muskeln, die über 107 Sehnen mit den Fußknochen und den Knochen des übrigen Skelettsystems verbunden sind. Bei jedem Laufschritt hält der Fuß das Zwei- bis Fünffache des Körpergewichts aus.

Ein Teil der damit verbundenen Aufprallenergie wird bisher durch die Dämpfungs- und Kontrollsysteme herkömmlicher Laufschuhe aufgefangen.

Die Wiederentdeckung der natürlichen Stoßdämpfung des Körpers

Dabei könnte der menschliche Körper das ganz alleine: Das natürliche Stoßdämpfersystem in Fuß, Unterschenkel, Knie und Oberschenkel übernimmt diese Aufgabe, sofern man es lässt. Zwei Faktoren haben allerdings in den letzten 20 bis 30 Jahren maßgeblich dazu beigetragen, dass genau dieses System deutlich weniger zum Einsatz kommt:

Zum einen übernehmen herkömmliche Laufschuhe diese Aufgabe, ganz im Gegensatz zu Zehenschuhen. Zum anderen hat sich ein Laufstil durchgesetzt, den Sportwissenschaftler als Rückfußlauf bezeichnen. Der Fuß setzt mit der Ferse zuerst und weit vor dem Körperschwerpunkt auf und rollt dann über Mittel- und Vorfuß ab.

Diese Lauftechnik zwingt eine Vielzahl von Bändern, Muskeln und Sehnen in Füßen und Beinen in eine passive Rolle. Sie können nicht mehr oder nur bedingt aktiv eingreifen. Die Folge ist eine Schwächung des natürlichen Dämpfungssystems und eine höhere Belastung für das gesamte Skelettsystem. Und das kann das Verletzungsrisiko potentiell erhöhen.

Vorsicht beim Ein- und Umstieg

Falls Sie nun denken, der schnelle Umstieg auf Zehenschuhe oder andere Barfußschuhe biete die Lösung für all Ihre Laufprobleme, Beschwerden, Verletzungen und verbessere ganz nebenbei Ihre Trainingseffekte, dann liegen Sie da nur bedingt richtig.

Und zwar dann, wenn Sie für die Umstellung auf Zehenschuhe eine Menge Zeit und Geduld mitbringen und sich in kleinen Schritten steigern. Der führende Zehenschuh-Hersteller Vibram geht von einer Eingewöhnungs- und Umstellungsphase aus, die je nach Leistungsstand und möglichen Vorerkrankungen bis zu einem Jahr dauern kann.

Hinzu kommt, dass Sie begleitend zum Tragen der Zehenschuhe eine andere Lauftechnik erlernen müssen, weg vom Rückfußlauf hin zu einem mittel- bis vorfußorientierten Laufstil. Das hat eine Fülle von Konsequenzen für Beinbewegung, Schrittlänge, Körperstatik und Armhaltung.

Das sollte Sie allerdings nicht davon abhalten, Barfußschuhe oder speziell Zehenschuhe in Ihren Alltag und das Lauftraining zu integrieren.

Hersteller & Marken:

Vibram FiveFingers sind die einzigen Zehenschuhe auf dem Markt

Aktuell bietet ausschließlich der Hersteller Vibram im Rahmen seiner Modellserie FiveFingers ein breites Spektrum unterschiedlicher Zehenschuhe an: Vom FiveFingers Classico, über den FiveFingers KSO bis hin zum FiveFingers Yaya umfasst das Sortiment Zehenschuhe für Männer und Frauen für unterschiedlichste Gelegenheiten. Die Einsatzgebiete reichen von Wandern, Trekking und Laufen über Alltag und Freizeit bis zu Fitness, Yoga und Pilates.

Einen Überblick über die FiveFingers Zehenschuhe von Vibram finden Sie hier.

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