Sole Runner im Test: Der Leder-Barfußschuh Devaki

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Auf der Suche nach einem Barfußschuh, den ich auch mal anziehen kann, wenn ich zu Kunden fahre oder wenn ich abends in ein Restaurant gehe, fiel meine Wahl auf den Sole Runner Devaki*.

Der Devaki ist ein halbhoher Schuh aus schwarzem Leder. Seine Optik gefiel mir auf Bildern ganz gut. Er wirkte auf mich durchaus schick, aber eben nicht zu edel.

Der Sole Runner Devaki im Test - Ein halbhoher Barfußschuh aus schwarzem Leder
Der Sole Runner Devaki – ein halbhoher Barfußschuh aus Leder

Ich trage den Leder-Barfußschuh nun seit etwa drei Monaten und möchte Ihnen in meinem Testbericht meine Eindrücke und Erfahrungen ausführlich beschreiben.

Wenn Sie direkt eine kurze Zusammenfassung meines Testberichts lesen möchten, klicken Sie einfach diesen Link: Die Testergebnisse zum Sole Runner Devaki auf einen Blick.

Barfußgefühl  im Sole Runner Devaki

Der Sole Runner Devaki ist für einen Lederschuh wirklich sehr leicht. Pro Schuh zeigt meine Waage bei einer Größe von 43 ein Gewicht von 295 Gramm.

Diese Leichtigkeit spürt man auch direkt bei den ersten Schritten. Das Tragegefühl ist kaum zu vergleichen mit vielen anderen Lederschuhen, die ich vor meiner Barfußschuhzeit getragen habe. Man spürt das Gewicht kaum, nach einigen Minuten vergisst man fast, dass man Schuhe trägt.

Als ich die Schuhe das erste Mal in die Hand nahm, war ich allerdings von der Sohle etwas verwundert. Sole Runner genießt eher den Ruf, dass die Sohle sehr weich und flexibel sind.

Für den Devaki musste ich allerdings etwas mehr Kraft aufbringen, um den Schuh in alle Richtungen zu verdrehen, als ich erwartet hatte.

Bodengefühl intensiv – mit Einschränkung

Eine Erklärung dafür ist, dass die Sohle mit 6 mm dicker ist, als bei vielen anderen Sole Runner-Modellen (die meisten kommen mit einer Sohlendicke von 2,5 mm aus). Dazu kommt noch eine dünne Innensohle aus Filz, die man aber herausnehmen kann.

Entsprechend skeptisch war ich zunächst, ob das Barfußgefühl nicht etwas unter der dickeren Sohle leiden könnte. Am ersten Tag achtete ich deshalb sehr darauf, wieviel meine Füße von der Bodenbeschaffenheit wahrnehmen würden.

Zu meiner Verwunderung war das Bodengefühl trotz der dickeren Sohle recht intensiv. So konnte ich beim Gehen zum Beispiel über Pflastersteine sehr gut die Kanten und Unebenheiten spüren.

Auch das Abrollverhalten war für mein Empfinden optimal. Ich spürte deutlich, dass meine Füße ähnlich wie beim Barfußlaufen aktiv am Arbeiten waren. Ein Zeichen dafür, dass die Sohle alle Bewegungen der Füße zulässt.

Der Sole Runner Devaki hat eine sehr flexible Sohle, dadurch lässt er sich in alle Richtungen verdrehen
Die Sohle des Devaki ist sehr flexibel und dünn, was man daran erkennt, dass der Schuh sich leicht zusammenrollen lässt. Diese Flexibilität ist dafür verantwortlich, dass die Füße fast wie beim Barfußlaufen gefordert werden.

Wer allerdings nach Barfußschuhen mit richtig viel Barfußfeeling sucht, der ist sicherlich mit anderen Modellen von Sole Runner besser bedient – zum Beispiel T1 Allrounder oder FX Trainer.

Viel Freiheit für die Zehen

Besonders gut gefällt mir am Sole Runner Devaki der weite Schnitt, besonders im Zehenbereich. Der Schuh drückt wirklich bei mir an keiner einzigen Stelle.

Und die Zehen haben richtig viel Platz, sich zu bewegen und – so wie es sich für einen guten Barfußschuh gehört – jeden Schritt aktiv zu unterstützen.

Tragegefühl und Passform im Sole Runner Devaki

Wie bereits erwähnt mag ich am Sole Runner Devaki* das Gefühl der Leichtigkeit. Man spürt den Schuh in Sachen Gewicht eigentlich kaum.

Neben dem leichten Tragegefühl gefällt mir persönlich aber auch, dass der Devaki an der Seite und an der Zunge gepolstert ist. Dadurch liegt der Schuh sehr weich und damit bequem am Fuß.

Durch die Polsterung drückt der Schuh an keiner Stelle den Fuß. Verstärkt ist die Polsterung übrigens an der Zunge, weshalb man den Lederschuh auch richtig fest zusammenschnüren kann, ohne das am Fußrücken unangenehm drückt.

Bei mir ist es auch so, dass die Schuhabschlusskanten oberhalb des Knöchels nicht in die Haut drücken – auch nicht im Bereich der Achillessehne.

Was den Grip und die Trittsicherheit der Sohle betrifft bin ich sehr zufrieden. Die Sohle ist zwar nur minimal gerillt. Trotzdem hat man bei Nässe einen sicheren Halt.

Etwas rutschig war es nur, als ich mit nasser Sohle auf glatten Fliesen zum Beispiel an der U-Bahn-Haltestelle gelaufen bin. Hier musste ich die ersten Meter etwas vorsichtig gehen.

Passform

Sole Runner Barfußschuhe haben den Ruf, größer auszufallen. Entsprechend sollte man bei Sole Runners auch eher eine Nummer kleiner bestellen.

Ich bin mit dieser Empfehlung gut gefahren. Normalerweise trage ich Schuhgröße 44, ich habe mir den Devaki aber in 43 bestellt. Und er passt wunderbar, vorne habe ich sogar noch circa einen Zentimeter Platz.
Wichtige Info zur Schuhweite des Devaki

Sole Runner  bietet seine Modelle in unterschiedlichen Formen an. Generell sind die Schuhe weit geschnitten, damit die Füße, insbesondere die Zehen, viel Platz haben.

Es gibt aber auch Modelle, die „extraweit – für kräftige Füße“ geschnitten sind. Der Devaki zählt zu diesen Modellen.

Obwohl meine Füße nicht sehr kräftig sind, passt mir der Devaki trotzdem gut. Allerdings befinde ich mich aber auch wirklich am Limit. Ich muss die Schnürung schon richtig fest zusammenziehen, damit der Schuh sitzt. Sobald ich die Filzsohle herausnehme, ist mir der Devaki aber schon zu weit.

Wenn Sie eher schmalere Füße haben, würde ich Ihnen den Devaki deshalb nicht empfehlen. Denn dann besteht die Gefahr, dass man in den Schuhen zu viel Platz hat und in den Schuhen hin- und herrutschen könnte.

Sole Runner Devaki als Herbst- und Winterschuh

Gekauft habe ich mir den Sole Runner Devaki Ende September, deshalb kann ich im Moment noch wenig dazu sagen, wie das Gefühl an sehr heißen Tagen ist.

Was ich aber sagen kann: Als Alltagsschuh an kalte Tagen fühle ich mich mit dem Devaki sehr wohl, ich habe bislang kein Problem mit kalten Füßen.

Am Wochenende war ich zum Beispiel über eine Stunde mit dem Schuh bei nasskaltem Winterwetter (es schneite auch etwas) über eine Stunde auf dem Weihnachtsmarkt unterwegs. Mit kalten Füßen hatte ich dabei nicht wirklich zu kämpfen.

Klar, die Füße waren durch das lange herumstehen nicht mehr so warm, wie sie wahrscheinlich in richtig gefütterten Schuhen gewesen wären. Trotzdem hatte nicht das Gefühl, es nicht mehr aushalten zu können.

Mein Gefühl ist, dass die dickere Sohle in Kombination mit der Innensohle aus Filz die Füße gut vor Bodenkälte schützen.

Außerdem sind die Schuhe durch das Leder absolut wasserdicht, selbst bei intensiven Regen dringt kein bisschen Wasser an meine Füße.

Material und Verarbeitung

Das Obermaterial des Sole Runner Devaki* ist aus feinem Leder. Um welches Ledermaterial es sich handelt, kann ich leider nicht sagen. Eine entsprechende Beschreibung fehlt leider bei den Produktinfos von Sole Runner, was ich persönlich schade finde.

Trotzdem habe ich vom Leder einen guten Eindruck. Es fühlt sich hochwertig an und macht bisher einen belastbaren Eindruck.

Laut Sole Runner ist das Leder wasserabweisend, was ich auch bestätigen kann. Die letzten Wochen herrschte in Köln klassisches Herbstwetter mit viel Regen. Dabei hatte ich nie Probleme mit nassen Füßen, egal wie intensiv es geregnet hat.

Im Bereich der Zehen, der Fußkanten sowie der Ferse ist der Sole Runner Devaki mit einem robusten Material extra verstärkt. Dadurch hat man eine Art zusätzlichen Stoßschutz, wenn man zum Beispiel an eine Bordsteinkante stößt.

Sohle, „Stoßschutz“ und Leder sind dabei fest miteinander verklebt. Die Qualität der Verklebung wirkt auf den ersten Blick sehr gut. An 99% des Schuhs hält sie sozusagen „bombenfest“.

Hundertprozentig zufrieden bin ich mit der Verarbeitung allerdings nicht. Denn an einer sensiblen Stelle löst sich die Verklebung ein klein wenig. Am rechten Schuh, an der Stelle, wo der rechte kleine Zeh sitzt, wird der Schuh beim mir beim Laufen sehr geknickt. Im folgenden Bild sehen Sie genau, welche Stelle ich meine.

Der Sole Runner Devaki ist gut verarbeitet. Nur am rechten Schuh hat sich an einer kleinen Stelle die Verklebung etwas gelöst.

Dieses punktuelle Belastung führt dazu, dass sich die Verklebung ein klein wenig gelöst hat. Bislang ist das Problem nicht fortschreitend. Trotzdem ärgert es mich ein klein wenig und ich werde es weiterhin im Auge behalten.

Mit der Gummisohle des Devaki bin ich übrigens bislang sehr zufrieden. Sie wirkt sehr robust und bislang hab ich keinen nennenswerten Abrieb feststellen können.

Alternativen zum Devaki

Übrigens ist der Sole Runner Devaki optisch das Leder-Pendant zum Sole Runner T1 Allrounder*. Der T1 Allrounder besteht aus Mesh-Gewebe und ist eine tolle Alternative für alle, die nach veganen Barfußschuhen Ausschau halten.

Außerdem ist das Barfußgefühl im T1 Allrounder noch intensiver, weil die Sohle nur 2,5 mm dick ist.

Möchten Sie noch etwas mehr über Sole Runner Barfußschuhe erfahren? Dann finden Sie hier viele spannende weitere Modelle: Sole Runner – Barfußschuhe für Minimalisten

Design und Optik

Der Devaki gefällt mir persönlich hinsichtlich des Designs sehr gut. Er wirkt einerseits schlicht, andererseits aber auch ausgefallen.

In gewisser Weise passt der Devaki optisch gesehen nicht zu dem Schönheitsideal, den unsere Augen von Schuhen gewöhnt sind.

Herkömmliche Schuhe sind in der Regel schnittig und eng geschnitten. Der Devaki ist quasi genau das Gegenteil.

Denn der Schuh wirkt nicht nur im Zehenbereich sehr breit (was für Barfußschuhe normal ist), sondern auch im Ballen- und Fersenbereich.

Meine beste Lebensgefährtin von allen meint sogar, dass der Schuh etwas „klumpig“ wirkt. Soweit würde bei meinem Urteil nicht gehen, ich verstehe aber, wie sie sie zu diesem Eindruck kommt.

Denn als Mann bin ich eher schmal gebaut, der breite Schnitt des Devaki kommt bei meiner Statur deshalb eher zum Vorschein.

Die ersten Tage musste ich mich auch etwas an den breiten Look gewöhnen, seither denke ich darüber gar nicht nach und ziehe den Schuh auch zum Beispiel zu Kundenterminen an.

Bislang habe ich weder positive noch negative Rückmeldungen erhalten. Ich interpretiere das als gutes Zeichen dafür, dass der Schuh sich auch im Business-Bereich durchaus tragen lässt. Zwar würde ich ihn nicht als Schuh zum Anzug tragen, aber für das lockere Jackett-Jeanshosen-Outfit finde ich ihn völlig passend.

Fazit zum Sole Runner Devaki

Der Sole Runner Devaki* ist ein Barfußschuh, der wegen seiner etwas dickeren Sohle zwar nicht ganz so minimalistisch ist wie andere Modelle von Sole Runner.

Gerade für Barfußschuh-Einsteiger ist der Schuh aber deshalb ideal. Denn er fordert die Füße ähnlich wie beim Barfußlaufen zur aktiven Arbeit, gibt ihnen aber gleichzeitig einen gewissen Puffer, um sich an Barfußschuhe zu gewöhnen.

In Puncto Tragegefühl kann ich den Devaki sehr empfehlen. Er fühlt sich wunderbar leicht an und durch die dezente Innenpolsterung fühlt sich das Laufen sehr bequem an.

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Als Barfußschuh für den Winter eignet sich der Devaki wunderbar als Alltagsschuh. Auch wenn der Schuh nicht gezielt gefüttert ist, hatte ich mit kalten Füßen keine Probleme. Vor allem die Innensohle aus Flies sorgt für ein spürbar wohliges Fußklima. Im Frühjahr und Sommer lässt sich die Einlage herausnehmen, sodass der Devaki sich auch bei wärmeren Temperaturen tragen lässt.

Mit der Verarbeitung bin ich insgesamt sehr zufrieden. Nur an einer sehr belasteten Stelle hat sich die Verklebung von Obermaterial und Schutzbezug etwas gelöst, was aber nicht tragisch ist.

Generell ist der Schuh sehr weit geschnitten. Für schmale Füße eignet sich der Devaki deshalb nicht. Auch optisch ist der breite Schnitt gewöhnungsbedürftig, wobei er mir persönlich gut gefällt.

Sole Runner Devaki Test auf einen Blick

Sole Runner Devaki
Beschreibung● 6 mm Sohle
● Obermaterial aus weichem Leder
● 295 g pro Schuh
● Gummisohle
● extremweit geschnitten
Vorteile● sehr bequem
● gutes Barfußgefühl
● wasserabweisend
● für Barfußschuh-Einsteiger geeignet
Nachteile● für schmale Füße nicht geeignet
● Verklebung löst sich an einer Stelle minimal
TesturteilGesamtnote 1,8

 

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