Zehensocken: Handschuhe für die Füße

Zehensocken sehen auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig aus. Ein Handschuh für den Fuß? Fühlt sich das nicht komisch an? Doch gerade bei Natural Runnern erfreuen sich Zehensocken immer größerer Beliebtheit. Inzwischen gibt es Zehensocken in allen möglichen Varianten – sogar in Funktion Funktionssocken, die speziell für Sportler entwickelt wurden.

Die Geschichte der Zehensocken

Die ersten Zehensocken tauchten um 1970 in Spanien auf. Dort wurden sie erstmals industriell produziert. Sie verschwanden jedoch schnell wieder vom Markt, da die Idee noch nicht ausgereift schien. So gab es keine Zehensocken für unterschiedlich große Füße. 1974 begann dann Takahiro Idobata, mit der Etwicklung des Produkts, wie wir es heute kennen. 1981 gründete der Japaner die Knitido AG, einen bekannten Hersteller von Zehensocken, deren Präsident er heute ist.

In Japan entwickelte sich bis zum Ende der 1980er Jahre ein echter Boom um Zehensocken. In den 1990er Jahren schließlich wurden die Socken weiterentwickelt, zum Teil vollkommen nahtfrei produziert, um Reibungsflächen zu vermeiden. Später entwickelten auch andere Hersteller Zehensocken, zum Teil in Ausführungen mit besonderen Effekten.

Welchen Effekt haben Zehensocken

Da jeder einzelne Zehen von einer eigenen Socke umschlossen ist, lassen sich die Zehen leichter unabhängig voneinander bewegen. Die Wärme hält sich besser, so dass Zehensocken ein probates Mittel gegen kalte Füße sind. Darüber hinaus wird durch die Möglichkeit der Einzelbewegung der Zehen erreicht, dass nicht nur die Durchblutung der Zehen sondern der gesamte Kreislauf positiv beeinflusst wird. Da alle fünf Zehen guten Kontakt zum Untergrund haben, hat der Zehensocken-Träger einen stabileren Stand.

Diese Standsicherung sorgt für eine verbesserte Körperhaltung und kann so auch Schulterverspannungen vorbeugen. Zudem eignen sich Zehensocken für Träger von Zehenschuhen – sie müssten ohne Zehensocken komplett auf Socken verzichten, da klassische Socken in diesen sogenannten Zehenschuhen nicht getragen werden können.

Welche Arten von Zehensocken gibt es

Zehensocken gibt es in vielen Ausführungen, für Kinder bunt geringelt aus wärmender Baumwolle und sogar mit Anti-Rutsch-Noppen. Letztere Zehensocken gibt es auch für Erwachsene, die Zuhause lieber auf Socken laufen und trotzdem nicht auf das Barfußgefühl verzichten wollen.

Darüber hinaus bieten bestimmte Hersteller spezielle Zehensocken an. So ist zum Beispiel der Feelmax Characol etwa mit Holzkohlefasern ausgestattet, die besonders viel Feuchtigkeit aufnehmen und sich für Menschen eignen, die zu Fußschweiß neigen.

Zehensocken mit einer Silberbeschichtung können die Wundheilung bei kleineren Fußverletzungen unterstützen. Selbst für Outdoor-Aktivitäten wie Wandern oder Trekking-Touren gibt es spezielle Zehensocken. Sie sind meist dicker, aus Frottee und leiten Feuchtigkeit gut nach außen, während sie zugelich deutlich wärmer sind, als die herkömmliche Zehensocken.

Zehensocken für Sportler

Gerade die Outdoor-Zehensocken sind für Läufer nicht unbedingt geeignet. Zwar haben sie sehr gute Eigenschaften, was die Feuchtigkeitsregulierung angeht, jedoch sind sie oftmals zu dick. Denn gerade Natural Runner tragen oft Minimal-Laufschuhe, die sich ohnehin eng an den Fuß schmiegen und für Socken ohnehin wenig Raum lassen.

Für diesen Fall gibt es spezielle Funktionszehensocken, etwa die Coolmax von Feelmax oder die X-Toes von Lizard Footwear. Beide Modelle bestehen aus einem Baumwolle-Polyester-Gemisch. Aufgrund dieser Fasermischung sind diese Zehensocken besonders schnelltrocknend und können Feuchtigkeit gut nach außen transportieren.

Zehensocken Bestseller

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