Nackenverspannung

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Fast zwei Drittel aller Deutschen leidet einmal im Leben an Nackenschmerzen, beziehungsweise Nackenverspannung. Die Schmerzen können bis in die Schultern und Arme ausstrahlen und verschiedene Ursachen haben. Auch trainierte Läufer können unter Nackenverspannungen leiden. Bei ihnen sind die Ursachen meist andere, als bei Menschen mit sitzenden Tätigkeiten.

Wie kann ich einer Nackenverspannung vorbeugen?

Da eine Nackenverspannung beim Laufen konkrete Ursachen hat, ist es leicht, vorzubeugen. Nackenverspannungen können unter anderem in einem falschen Laufstil begründet sein. Aber auch muskuläre Dysbalancen, eine nicht ausreichend trainierte Muskulatur des Nackens und der Schultern und falsche Laufbekleidung können ein Grund sein. Vorbeugen kann man einer Nackenverspannung also, indem man auch als Läufer darauf achtet, die entsprechenden Muskeln mitzutrainieren, gegebenenfalls die Nackenmuskulatur mit entsprechenden Übungen zu stärken.

Ist ein falscher Laufstil der Grund, sollte dieser angepasst werden. Und wer sich den Nacken beim Laufen verkühlt, entweder, weil er im Winter zu dünn angezogen ist oder im Sommer zu stark schwitzt, sollte auf entsprechende Laufbekleidung achten. Im Winter wärmt eine Laufjacke mit höherem Kragen oder ein Tuch um den Hals, im Sommer transportiert Funktionskleidung den Schweiß vom Körper weg.

An welchen Symptomen erkennt man eine Nackenverspannung?

Die Symptome einer Nackenverspannung können vielfältig sein. Typisch sind Schmerzen im Nacken, die bis in die Schultern oder gar Arme ausstrahlen. Die Muskulatur ist an den betroffenen Stellen verhärtet und druckempfindlich. Durch die verhärtete Muskulatur können die Bewegungen, vor allem Drehbewegungen des Kopfs eingeschränkt sein.

Ebenfalls nicht seltene Symptome der Nackenverspannung sind Kopfschmerzen oder ein kribbelndes Gefühl in den betroffenen Muskeln. Eventuell können auch die Hände kribbeln – wenn die verhärtete Muskulatur auf entsprechende Nerven drückt.

Nackenverspannung: Diagnose und Behandlung

Die Diagnose der Nackenverspannung ist aufgrund der typischen Symptome auch für Nicht-Mediziner recht einfach. Sollten die Symptome jedoch länger anhalten oder gibt es mögliche andere Ursachen als eine Nackenverspannung, sollte für eine exakte Diagnose ein Arzt aufgesucht werden.

Für die Behandlung der Nackenverspannung gibt es mehrere Möglichkeiten, die auch gut Zuhause durchgeführt werden können. Zunächst einmal gilt es, auf eine aufrechte Körperhaltung zu achten.

Ist die Nackenverspannung da, ist lokale Wärme eine gute Behandlung. Entweder mit Wärmepflastern*, Rotlicht, Sauna, warme Bäder oder durchblutungsfördernder Salbe. Auch Massagen können Nackenschmerzen sehr gut lindern.

Immer mehr Ärzte empfehlen bei Nackenverspannung auch Taping als Behandlung. Die Pflaster fördern nicht nur die Durchblutung, sondern entlasten auch die Muskeln, was eine Heilung beschleunigen kann. Taping-Bänder sollten immer von Fachleuten geklebt werden.

Begleiterscheinungen von Nackenverspannungen, wie etwa Kopfschmerzen, können kurzzeitig mit Schmerzmitteln* bekämpft werden. Gleichzeitig sollte aber immer auch die Ursache der Nackenverspannung angegangen werden.

Wann ist Sport nach Nackenverspannung wieder sinnvoll?

Sport nach einer Nackenverspannung kann je nach Ursache sinnvoll oder schädlich sein. Beruhen die Nackenverspannungen auf Bandscheibenproblemen oder ernsthaften Verletzungen, sollte Sport erst nach Rücksprache mit Arzt wieder durchgeführt werden. Bei Nackenverspannungen, die auf falscher Haltung oder oder einer zu schwachen Schultermuskulatur beruhen, kann Sport sogar sehr sinnvoll sein. Denn würde man sich schonen, würde die Muskulatur nur weiter geschwächt.

Lediglich „Über-Kopf-Haltungen“ und Sportarten, die die Nackenwirbel stark belasten, sollten vermieden werden. Ideal zum Einstieg nach Nackenverspannungen, sind Sportarten, die die Muskulatur entlasten: leichtes Lauftraining, Walken, Schwimmen oder auch Yoga.