Muskelkater

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Jeder kennt es: Die ziehenden Schmerzen nach einer ausgiebigen Sporteinheit. Muskelkater setzt ein. Die Schmerzen sind ein Zeichen für eine Überanstrengung der Muskulatur. Muskelkater ist nicht schlimm, die Schmerzen vergehen in der Regel von selbst. Man kann jedoch auch etwas tun, um den Muskelkater gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Wie kann man Muskelkater vorbeugen?

Eins vorweg: Man kann Muskelkater generell vorbeugen. Aber: Wer nach Monaten erstmals wieder Sport treibt, muss damit rechnen, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einen Muskelkater zu bekommen. Untrainierte bekommen ihn einfach schneller als durchtrainierte Sportler. Aber auch diese bleiben nicht verschont, wenn sie es mit dem Training übertreiben oder plötzlich ganz andere Muskelgruppen fordern, weil sie eine andere Sportart testen.

Vorbeugen kann man Muskelkater, indem man die Trainingsintensität an das eigene Können und die Leistungsfähigkeit anpasst. Denn wer ständig starken Muskelkater hat, zeigt damit nicht, dass er viel trainiert, sonder nur, dass der Ehrgeiz größer ist als die Leistungsfähigkeit des Körpers. Dehn- und Aufwärmübungen vor dem Sport können vorbeugen, sind aber keine Garantie. Sinnvoll sind sie dennoch – da sie auch helfen, Muskelzerrungen zu vermeiden. Gegen Muskelkater hilft am besten, das Training langsam und stufenweise zu steigern.

An welchen Symptomen erkenne ich Muskelkater?

Muskelkater lässt sich an anhand einiger Symptome gut erkennen: Ist am Tag des Trainings lediglich ein leichtes Ziehen zu bemerken, setzen üblicherweise am Folgetag (beziehungsweise etwa 24 Stunden nach der Belastung) starke Schmerzen ein. Diese können je nach vorheriger Trainingsintensität sieben bis zehn Tage anhalten.

Weitere Symptome sind geschwollene, kraftlose und druckempfindliche Muskeln. Die Muskeln schmerzen dann vor allem bei Belastung und Dehnung.

Diagnose und Behandlung von Muskelkater

Eine ärztliche Diagnose für Muskelkater wird selten gestellt, da nur wenige mit diesen Muskelschmerzen nach dem Sport zum Arzt gehen. Das ist im Normalfall auch nicht nötig. Nur, wenn der Muskelkater nach zehn Tagen nicht verschwunden ist oder sich die Muskelschmerzen nicht durch ein Zuviel an Bewegung erklären lassen, sollten Betroffene den Arzt aufsuchen. Die Diagnose des Arztes zeigt dann, ob es sich gegebenenfalls um eine andere Verletzung handelt.

Eine Behandlung von Muskelkater ist nicht möglich. Denn durch die verstärkte Belastung bilden sich winzige Risse im Muskelgewebe. Und die brauchen Zeit um zu heilen. Darin liegt aber auch der Vorteil eines Muskelkaters: Innerhalb der Muskulatur kommt es zur Regeneration. Der Körper repariert die Fasern so, dass sie nach der Reparatur ein höheres Leistungsniveau erreichen. Auch wenn der Schmerz längst nachgelassen hat, repariert der Körper weiter. In der Regel dauert dieser Prozess zwei bis drei Wochen.

Möglich ist jedoch eine Behandlung der Muskelkater-Symptome. Wobei es auch da kein Patentrezept gibt. Vielen Menschen hilft Wärme. Ein Saunabesuch oder ein warmes Bad können die unangenehmen Schmerzen lindern. Bei extremen Schmerzen können auch Schmerzmittel zum Einsatz kommen. Diese sollten aber eine Notlösung und keine Dauerlösung sein, da sie nicht die Ursache des Muskelkaters beheben.

Wann ist Sport nach Muskelkater wieder möglich?

Ab wann Sport nach Muskelkater wieder möglich ist, daran scheiden sich die Geister. Sicher ist, dass der oftmals gut gemeinte Rat: „Du musst Dich gleich wieder bewegen, dann gehen die Beschwerden schneller weg“ in dieser Form definitiv nicht korrekt ist. Wer stattdessen eine Pause einlegt, gibt den verletzten Muskeln, was sie brauchen. Sonst wird aus einem leichten schnell ein schwerer Muskelkater.

Zwei Tage ohne Schmerzen und schon ist Sport nach einem Muskelkater wieder möglich. Aber auch dann gilt: Maßvoll einsteigen. Sonst ist der Muskelkater schneller wieder zurück, als einem lieb sein kann.